Mehr Motivation mit klaren und erreichbaren Zielen
Die Gesundheit steht für Matthias Zedi im Zentrum seiner Arbeit als Personal Health Coach. Im Interview gibt er Einblicke in seine Aufgaben und zeigt auf, wie man im Alltag motiviert bleibt.
Guten Tag Herr Zedi, bitte stellen Sie sich in ein paar Sätzen vor.
Mein Name ist Matthias Zedi. Ich bin ausgebildeter Sport-, Bewegungs- und Gesundheitswissenschaftler und arbeite bei SalutaCoach als Personal Health Coach. Ich begleite Menschen auf dem Weg zu einem gesünderen Lebensstil, zeige auf, wie Veränderungen im Alltag die Gesundheit nachhaltig verbessern können, und motiviere sie, dranzubleiben. Nebenbei trainiere ich Kinder und Jugendliche in einem Sportverein.
Was sind Ihre wichtigsten Aufgaben als Personal Health Coach?
Menschen kommen mit Beschwerden oder Herausforderungen zu uns. Gemeinsam analysieren wir mögliche Ursachen und entwickeln passende Strategien. Zum Beispiel zur Reduktion von Bauchfett, Verbesserung des Schlafs oder im Umgang mit Stress. Ich begleite meine Coachees* auf diesem Weg, motiviere und unterstütze sie dabei, die Veränderungen im Alltag umzusetzen.
Wer nimmt Ihre Beratung in Anspruch?
Sehr unterschiedliche Personen. Einige haben bereits eine Diagnose und wollen durch Lebensstilanpassung gegensteuern. Viele kommen aber auch präventiv zu uns, durch einen Gesundheits-Check-up oder auf Initiative ihres Arbeitgebers.
Bei welchen «typischen» Fällen unterstützen Sie?
Häufig geht es darum, die Ernährung zu optimieren, da Probleme wie Übergewicht, Energielosigkeit, hohes Cholesterin, etc. auftreten. Weiter sind mentale Überlastungen, verbunden mit Schlafproblemen, sehr häufig.
Sie beschäftigen sich unter anderem mit der Motivation. Weshalb kommt und geht diese?
Die Motivation ist stark situationsabhängig. Die einzige wirkliche Motivation, welche wir Menschen haben, ist zu überleben und uns fortzupflanzen. Bei anderen Situationen hängt es sehr stark damit zusammen, ob wir den Sinn dahinter verstehen. Wenn eine Aufgabe keinen erkennbaren Zweck hat oder fremdbestimmt wird, fällt es schwer, motiviert zu bleiben. Das erklärt auch, warum Motivation schwankt. Je nach Situation, Energie und Umgebung.
Was kann ich gegen Unlust tun?
Wichtig ist, sich kleine, erreichbare Ziele zu setzen. Viele Menschen nehmen sich zu viel auf einmal vor. Es hilft, Aufgaben so weit herunterzubrechen, bis sie machbar erscheinen. Eine kleine Belohnung danach, etwa ein Moment für sich selbst, kann zusätzlich motivieren.
Wo sehen Sie Parallelen zwischen Spitzensport und Berufsalltag, wenn es um die Motivation geht?
Spitzensportler arbeiten immer auf ein ganz klares Ziel hin. Einmal die Welt-Nummer-eins zu werden, auf ein spezifisches Turnier oder einen Wettkampf. Dieses Ziel gibt der täglichen Arbeit Sinn. Im Berufsleben ist das ähnlich: Wer weiss, wofür er arbeitet, bleibt eher am Ball.
Im Oktober ist das Seminar für Lernende «Dranbleiben wie Spitzensportler – so verfolgst du motiviert deine Ziele» geplant. Was erwartet die Teilnehmenden?
Die Teilnehmenden erfahren, mit welchen Methoden Spitzensportler arbeiten, um in schwierigen Situationen motiviert zu bleiben. Sie entwickeln eigene Strategien zur mentalen Stärke und setzen sich mit ihren Werten und Zielen auseinander und wie diese zum Berufsalltag passen.
Was machen Sie bei einem Motivationstief?
Ich probiere Abstand von der Situation zu gewinnen, häufig in Form von Bewegung in der Natur oder guten Gesprächen. Danach setze ich mir ein klares Ziel und bin dankbar für die Dinge, welche bereits gut gelaufen sind. Das hilft mir zu sehen, was ich alles habe, und kleine Brötchen zu backen.
*Coachees sind Personen, die ein Coaching in Anspruch nehmen.
Das Interview führte Andreas Roth, Redaktor KV-News.
Matthias Zedi,
Personal Health Coach, SalutaCoach
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