Auf ein Wort mit …
… Katja Aeppli (KA), in Ausbildung zur Kauffrau EFZ im Bürgerspital Basel und Mykhailo Mamedov (MM), in Ausbildung zum Kaufmann EBA bei Novartis AG. Die beiden Lernenden beantworteten in der Interviewreihe «Auf ein Wort mit …» Fragen zu ihrer Ausbildung.
Wie lange sind Sie schon in Ihrem Betrieb tätig und was hat Sie in dieser Zeit beruflich am meisten motiviert?
KA: Seit 2022 bin ich im Bürgerspital Basel tätig. Zuerst habe ich ein Praktikum in der Abteilung Medien und Gestaltung absolviert, habe dann gemerkt, dass mir die kaufmännische Branche mehr entspricht, und konnte mein Praktikum dort fortsetzen. Motiviert hat mich mein Bedürfnis, Neues zu lernen und meine Fachkompetenz als Pharma-Assistentin mit kaufmännischem Wissen zu ergänzen.
MM: Seit zwei Jahren bin ich bei Novartis tätig. Ich schätze es, dass ich meine Ideen und Vorschläge einbringen kann. Diese Möglichkeit motiviert mich, kontinuierlich zu lernen und sicherzustellen, dass meine Ideen einen Mehrwert für das Unternehmen bieten.
Was macht Ihnen an Ihrer Ausbildung am meisten Freude?
KA: Der Austausch mit meinen Mitschülerinnen und Mitschülern und den Menschen, die ich dadurch kennengelernt habe. Die vielseitigen und klaren Aufgaben sowie die zahlreichen Weiterbildungsmöglichkeiten, von denen ich zukünftig profitieren kann.
MM: Ohne zu zögern, sind es die Menschen, mit denen ich in Kontakt komme. In der Schule sind das sowohl engagierte Lehrpersonen mit umfangreichem Wissen als auch freundliche Mitschülerinnen und Mitschüler. Bei der Arbeit schätze ich besonders die Offenheit und den Ehrgeiz der Kolleginnen und Kollegen.
Wie profitieren Sie von Ihrer kaufmännischen Ausbildung?
KA: Die kaufmännische Ausbildung passt sich an die Digitalisierung der Arbeitswelt und die damit einhergehenden Veränderungen an und bereitet junge Menschen optimal auf die berufliche Zukunft vor. Mit dem Abschluss als Kauffrau EFZ eröffnen sich mir viele Wege mit Möglichkeiten zur Spezialisierung auf ein Fachgebiet.
MM: Ich kann mit voller Überzeugung sagen, dass ich davon zu 120% profitiere! Die theoretischen Kenntnisse, die ich in IT, Deutsch, Englisch und Wirtschaft erwerbe, wende ich täglich in meiner Arbeit an. Es erfüllt mich mit Freude, Aufträge effizient und effektiv zu erledigen.
Worauf soll die Berufsfachschule KV Basel in Zukunft besonders Wert legen?
KA: Darauf, die jungen Lernenden weiterhin im Umgang mit digitalen Arbeits- und Lehrmitteln zu sensibilisieren und zu fördern.
MM: Angesichts der schnellen digitalen Entwicklung bzw. KI sollte sie definitiv verstärkt in diese Richtung gehen und den Lernenden die entsprechenden Fähigkeiten vermitteln. Dadurch können sowohl die Schule als auch die Lernenden auf dem neuesten Stand bleiben.
Was wäre für Sie punkto Ausbildung und Beruf das grösste Glück?
KA: Eine Arbeitsstelle zu finden, die abwechslungsreich ist und bei der ich mein gesundheitliches sowie kaufmännisches Wissen anwenden kann. Ich schätze es ausserdem sehr, wenn auf einen guten Teamgeist Wert gelegt wird.
Wie lautet Ihr Motto für die Zeit als Lernender?
MM: Jeden Tag Neues lernen, keine Angst vor Fehlern zu haben und aus diesen schnell zu lernen, um sie nicht zu wiederholen.
«Jeden Tag Neues lernen, keine Angst vor Fehlern zu haben und aus diesen schnell zu lernen, um sie nicht zu wiederholen.»
Mykhailo Mamedov, in Ausbildung zum Kaufmann EBA
«Ich schätze es ausserdem sehr, wenn auf einen guten Teamgeist Wert gelegt wird.»
Katja Aeppli, in Ausbildung zur Kauffrau EFZ
Verwandte Themen
Ein Areal voller Juwelen
An der Führung auf dem Novartis-Areal haben die rund 15 Teilnehmenden dem garstigen Wetter getrotzt und wurden dafür belohnt. Zu bestaunen gab es diverse Meisterwerke von national und international anerkannten Architektenbüros.
KI, KV und Kompetenzen
Mit dem Fokus auf Künstliche Intelligenz starten die Schulen kvBL ins nächste Schuljahr. Im Zentrum stehen die Schärfung der KI-Kompetenzen von Lehrpersonen und Lernenden sowie die Klärung von Themen wie Ethik, Datenschutz und akademische Integrität. Der Startschuss erfolgte anlässlich einer Lehrpersonenfortbildung.
KI im Schulalltag: wie Kompetenzen für morgen aufgebaut werden
Mit einer neu geschaffenen KI-Funktion nimmt die Berufsfachschule KV Basel eine Vorreiterrolle ein und unterstützt Mitarbeitende sowie Lernende beim verantwortungsvollen Einsatz von Künstlicher Intelligenz.
KI ist kein Ersatz, sondern ein Co-Pilot in der modernen Arbeitswelt
KI allein schafft noch keinen Mehrwert. Milan Jovanovic von Coorpix erklärt, warum erfolgreiche KI-Projekte bei den Menschen und den Daten beginnen.
Kleine Meister(werke)
Bei strahlendem Sonnenschein haben wir uns an einem Samstag beim Tinguely Brunnen getroffen, ausgestattet mit der Kamera der Wahl. So kamen die 13 Teilnehmenden etwa mit klassischen Kameras, viele aber auch mit der Handykamera.
«Die KV-Lehre ist ein Treiber der digitalen Zukunft»
Die duale Bildung ist ein Erfolgsmodell der Schweiz und die KV-Lehre ein starkes Fundament für den Berufseinstieg. Sascha M. Burkhalter, CEO des Kaufmännischen Verbands Schweiz, zeigt auf, wie das «KV» auch in Zeiten von Digitalisierung und künstlicher Intelligenz (KI) attraktiv und zukunftsfähig bleibt.