Ein Areal voller Juwelen

17. Juni 2026 Beitrag teilen

An der Führung auf dem Novartis-Areal haben die rund 15 Teilnehmenden dem garstigen Wetter getrotzt und wurden dafür belohnt. Zu bestaunen gab es diverse Meisterwerke von national und international anerkannten Architekturbüros.

Nass und windig, nicht unbedingt die besten Voraussetzungen für eine Führung auf einem öffentlichen Gelände. Nichtsdestotrotz begrüsste unser Guide Caroline von Tourismus Basel rund 15 motivierte Teilnehmende aus der KV-Welt im Pavillon. „Das ist der jüngste Bau“, beginnt sie gleich zu erzählen und auch, dass die Fassade über 10‘000 Photovoltaikzellen zieren. „Für die Kunst“, meint Caroline, denn „abends flimmern Muster über den Pavillon.“

Das seit 2022 öffentlich zugängliche Areal hat einen offiziellen Haupteingang: Ein Gebäude, welches komplett verglast ist und so auch komplette Transparenz symbolisieren will. Das Dach liegt lediglich auf den Glaswänden und erweckt so den Eindruck, als ob es schweben würde. Auch der Boden beim Haupteingang hat eine spezielle Bedeutung. „Es wurde Granit aus der ganzen Welt gebraucht, wie auch die Mitarbeitenden aus der ganzen Welt kommen“, weiss unser Guide. 

Von bunten über milchigen bis hin zu begrünten Fassaden

Auf dem Areal selbst gibt es unzählige Gebäude, die bestaunt werden konnten. So gleich jenes in der Nähe des Eingangs mit einer kunstvoll bunten Fassade, welche einer Kooperation von den Architekten vom Büro Diener&Diener zusammen mit dem Solothurner Künstler Helmut Federle entsprang.

Oder jenes Gebäude, das von aussen milchig, minimalistisch erscheint. Das spezielle am Gebäude vom japanischen Architekten Yoshio Taniguchi ist die Fassade. „Es sind ganz viele weisse Punkte aussen und innen sind diese weissen Punkte schwarz“, erklärt Caroline. So sieht man von aussen nicht wirklich in das Gebäude, kann aber von innen nach aussen sehen, ähnlich wie bei einem Tram. Grund dafür ist, dass schwarze Punkte das Auge weniger stören.

Das wohl markanteste Gebäude auf dem Areal stammt aus der Feder von Frank O. Gehry und besticht durch seine wild zusammengewürfelte Fassade. Es wird von der Abteilung Human Resources beheimatet und im Erdgeschoss beherbergt es das Restaurant Cloud. Über Mittag sei hier viel los. „Doch es schliesst gegen Nachmittag. Die Restaurants von Novartis sollen jenen in der Stadt keine Konkurrenz machen“, so Caroline.

Als Schatzkammer von Novartis stellt unser Guide das Gebäude von Rahul Mehrotra vor. Es ist ein komplett begrüntes Gebäude mit vielerlei Hänge- und Kletterpflanzen, sodass man schon das Gefühl hat, man wirft einen Blick in den Urwald. „Hier lagern rund 1,7 Millionen Stoffe, welche gebraucht werden, um Medikamente zu entwickeln“, weiss Caroline.

Die Führung war gespickt mit vielen spannenden Infos zu den grossen und kleinen Juwelen auf dem Areal. Auch ein spezieller Hingucker war beispielsweise der Koi-Teich. „Dieser wurde auf Wunsch von Herr Vasella erbaut“, wirft unser Guide als weiteren Fun Fact in die Runde.

Am Ende der Führung waren die Köpfe der Teilnehmenden voll mit Eindrücken und auch das Wetter hat sich am Schluss noch von seiner schönen Seite gezeigt. So darf eine Führung enden!

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