«Die KV-Lehre ist ein Treiber der digitalen Zukunft»
Die duale Bildung ist ein Erfolgsmodell der Schweiz – und die KV-Lehre ein starkes Fundament für den Berufseinstieg. Doch wie bleibt sie in Zeiten von Digitalisierung und künstlicher Intelligenz (KI) attraktiv und zukunftsfähig? Sascha M. Burkhalter, CEO des Kaufmännischen Verbands Schweiz, erklärt, warum Praxisnähe, Handlungskompetenzen und gute Ausbildungsqualität heute wichtiger sind denn je.
Die KV-Lehre steht immer wieder im Fokus, wenn über die Zukunft der Arbeit gesprochen wird. Warum ist die duale Bildung gerade heute so wichtig?
Die duale Bildung ist für mich eine der grössten Stärken der Schweiz. Sie verbindet Theorie und Praxis auf eine Weise, die junge Menschen nicht nur sehr konkret auf die Arbeitswelt vorbereitet, sondern auf den Bedürfnissen der Arbeitswelt basiert. Genau das ist heute entscheidend: Unternehmen brauchen Berufsleute, die nicht nur Wissen mitbringen, sondern dieses auch anwenden, mitdenken und Verantwortung übernehmen können. Die KV-Lehre schafft dafür die optimale Grundlage.
Gleichzeitig ist die duale Bildung auch gesellschaftlich wichtig. Sie eröffnet Perspektiven, schafft Anschlussmöglichkeiten und macht deutlich, dass Berufsbildung kein Plan B ist, sondern ein anspruchsvoller und attraktiver Bildungsweg und die Basis für attraktive Weiterbildungs- und Karrierechancen. Oder etwas salopp gesagt: Wer Praxis und Weiterbildung zusammenbringt, hat oft schon sehr früh einen ziemlich guten Kompass für die Zukunft.
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