«So entwickelte sich ein kooperativer Lernort par excellence»

14. Oktober 2026 Beitrag teilen

Projekt «Websites»

Projekt «Upcycling»

Seit der Einführung der neuen Bildungsverordnung im Sommer 2023 hat sich der Unterricht an der Berufsfachschule KV Basel grundlegend verändert. Kompetenzen werden heute verstärkt in direktem Bezug zur Arbeitswelt erworben. Gleichzeitig wandelt sich auch die Rolle der Lehrpersonen hin zu Lernbegleitenden.

Die Lernenden der EFZ24-Klassen setzten sich im Rahmen des PIMU-Unterrichts (Projekte im mehrsprachigen Umfeld) intensiv mit einer speziellen Aufgabe auseinander. In insgesamt elf Gruppen entwickelten sie für selbst ausgewählte kleine Unternehmen zweisprachige Websites in Deutsch und Französisch und gestalteten dazu passende, kreative Flyer. Die Unternehmen wurden über persönliche Kontakte und direkte Anfragen ausgewählt. Mitgemacht haben folgende Institutionen: AlbaSolaris, Brocki Ischis, Bwindi View Lodge, Herba Seife, Landjugend Thierstein-Laufental, NEN AG, P & A Solutions AG, Team MoTa, Techno on the block, TechPro Consulting und YoungRise Basel. Zum Schluss des Projekts präsentierten die Lernenden ihren Lehrpersonen sowie ihren Kolleginnen und Kollegen ihre Arbeiten.

Während der Projektarbeit mussten die Lernenden verschiedene Herausforderungen meistern. Dazu gehörten die Koordination von Terminen innerhalb der Gruppen und mit den Unternehmen, unterschiedliche Vorstellungen bezüglich der Gestaltung und des Inhalts der Websites oder die Erstellung von Flyern mithilfe von Künstlicher Intelligenz, die nicht immer zufriedenstellende Resultate lieferte. Die Übersetzung der Inhalte ins Französische forderte die Lernenden zusätzlich heraus. Dennoch überwog die Freude an der kreativen Arbeit. Darüber hinaus konnten die Lernenden ihre technischen Fähigkeiten stärken und wertvolle Erfahrungen im Projektmanagement und in der Teamarbeit sammeln. Und nicht zuletzt lernten sie, auch in schwierigen Phasen durchzuhalten und nicht aufzugeben.

Die verantwortlichen Lehrpersonen, Fabrizio Pauletti und Ursula Bürgisser, zeigten sich sehr zufrieden mit den Resultaten: «Die Lernenden haben sich mit dem Thema Marketing befasst, Tools der Öffentlichkeitsarbeit kennengelernt und ihre Kompetenzen in der Scrum4Schools-Methode vertieft. Zudem konnten sie ihre Französischkenntnisse verbessern. Alle Gruppen haben ihren Auftrag mit grossem Einsatz erfüllt, ansprechende Websites und Flyer erstellt, die geforderten Interviews mit den Unternehmen geführt und die Schlusspräsentationen abgehalten. Nun wird es interessant sein zu sehen, welche der Organisationen die Websites der Lernenden tatsächlich übernehmen und online schalten.»

Die beiden Lehrpersonen betonen, dass sie selbst vor Beginn des Projekts nicht viel über das Erstellen einer Website gewusst hätten und es deshalb auch etwas Mut zum Anpacken dieser Aufgabe gebraucht habe. Fabrizio Pauletti meint: «Dank dieses Projekts haben wir vieles von und gemeinsam mit den Lernenden, vor allem technischer Natur, gelernt und dadurch auch unsere eigenen Kompetenzen erweitert. Im Gegenzug haben die Lernenden von unserer Erfahrung und unseren eigentlichen Fachkompetenzen als Wirtschafts- und Französischlehrperson profitiert und einiges gelernt.» Ursula Bürgisser nickt zustimmend und ergänzt: «So entwickelte sich ein kooperativer Lernort par excellence, der für alle Beteiligten erlebbar machte, wie lebenslanges Lernen mit modernen technischen Tools funktionieren kann.»

Mit «Upcycling» führte die Berufsfachschule KV Basel ein weiteres Projekt durch. Im Rahmen des «Technik und Umwelt»-Unterrichts entwickelten Lernende aus BM-Klassen kreative und praktische Gegenstände aus scheinbar wertlosen Restmaterialien, darunter ein Schuhregal aus Skateboards, Schmuck aus Altglas oder eine Standlampe aus einem Velorad.

Mehr Informationen zu den Projekten finden Sie auf der Website der Berufsfachschule KV Basel auf kvbasel.schule/news.

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